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Acht Annäherungen an die zeitgenössische bosnische Literatur
AutorIn: Messner, Elena; Rahofer, Antonia Verlag: Studia Universitätsverlag
Dieser zweite Band der Reihe ›sprachraum‹ nimmt die Eigenlogik von Orten sowie die narrative Modellierung des symbolischen Raumes Bosnien in den Blick. Speziell die Stadt Sarajewo bildet dabei den Ausgangspunkt einer Suche nach den Widerständigkeiten des Gegenstandes und seiner literarischen Vermittlung. Die performative Dimension des Erzählens für die Konstitution des Raumes bedeutet aber auch, dass sich die Frage nach der literarischen Inszenierung mit jener der Repräsentierbarkeit von Krieg, Zerstörung und der Darstellung von Freund- und Feindbildern verschränkt. Welche textuellen Strategien entwickeln AutorInnen, um das scheinbar Unbeschreibbare dennoch in Worte zu fassen?
Aufbauend auf einer interdisziplinären Lehrveranstaltung an der Universität Innsbruck im Sommersemester 2009 wendeten sich Studierende und Wissenschaftler der Vergleichendenden Literaturwissenschaft und Slawistik einer Auswahl literarischer Inszenierungen des imaginierten, verdrängten, erträumten und erschriebenen Lebens- und Kriegsraumes Bosnien-Herzegowina zu. Im Spannungsfeld zwischen kulturwissenschaftlicher Refleexion, Literaturkritik und Essayistik entstanden so acht unterschiedlichste Annäherungen an Texte von Ferida Durakovic, Alma Lazarevska, Miljenko Jergovic, Dževad Karahasan, Saša Stanisic; oder Nenad Velickovic – und damit ein facettenreicher Einblick in eine bislang kaum thematisierte, aber höchst aktuelle Schreibkultur, die derzeit zugleich im Zentrum und am Rand Europas (ent)steht, zwischen dort und hier.
Mit Beiträgen von Davor Beganovic, Amir Nuhic, Barbara Natter, Elena Messner, Antonia Rahofer, Katrin Kuprian, Sonja Hauser, Simon Leitner und Laura Scheifinger.
ISBN: 978-3-902652-19-5
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