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Es mag Zufall sein, Bücher, in denen die Vater-Sohn Beziehung im Mittelpunkt steht, haben Konjunktur. Z.B. Arno Geigers Bericht über die Demenzerkrankung seines Vaters oder Vanns Roman „Im Schatte des Vaters“. Ein außerordentliches Beispiel dieser Gattung ist der posthum erschienene Roman von Thomas Harlan mit dem lapidaren Titel „Veit“. Die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und dem Nazi-Regime und damit auch mit dem Vater, Regisseur des Films Jud Süß, prägten schon immer die Arbeiten von Thomas Harlan. Sein letztes Buch ist eine intensive literarische Auseinandersetzung mit dem Vater und zeugt, wie Michel Tournier, ein Freund des Autors, meint, von der Zerrissenheit des Sohnes.
Thomas Harlan, Veit, erschienen im Verlag Rowohlt.
Mag. Ekkehard Hey-Ehrl
Universitätsbuchhandlung STUDIA
Innrain 52f
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