Neuerscheinungen Nationalsozialismus

Kristallnacht 1938 Preis: 23.60 | Jetzt bestellen
Ein deutscher Pogrom
AutorIn: Alan E. Steinweis
Verlag: Reclam

Die Erinnerung an den 9. November 1938, an eine Nacht voll Schrecken und Terror für die deutschen Juden, gehört zum Kern eines besseren deutschen Gedächtnisses, gerade weil sie mahnt und abwehrt und nicht feiert. Der Historiker Alan E. Steinweis beschreibt in seinem Buch minutiös und umfassend diesen bösen Tag aus der deutschen Geschichte, als womöglich erstmals in einem ganzen Staat ein Pogrom entfesselt wurde, der Auftakt zum Holocaust. Die mörderische, plündernde und brandschatzende Gewalt wurde - anders, als man lange geglaubt hat - nicht von oben, vom Nazi-Regime angeordnet und begonnen, sie brach ohne Befehle von unten aus, in vielen deutschen Kleinstädten, aus einem winzigen, propagandistisch ausgeschlachteten Anlass; und Partei- und Staatsführung hatten einige Mühe, sich an die Spitze der Bewegung zu setzen. Wie genau Hitler, Goebbels und Göring mit Mitarbeitern und ein unkontrollierter Mob miteinander agierten, wie die "Kristallnacht" später gedeutet, verstanden und juristisch aufgearbeitet wurde, all das schildert Steinweis genau, klar und abgewogen.

ISBN: 978-3-15-010774-4


Die Herrschaft der Wehrmacht Preis: 15.50 | Jetzt bestellen
Deutsche Militärbesatzung und einheimische Bevölkerung in der Sowjetunion 1941-1944
AutorIn: Dieter Pohl
Verlag: Fischer

Die Wehrmacht war Teil der nationalsozialistischen Gewaltpolitik. Dieter Pohl, Historiker am Münchner Institut für Zeitgeschichte, beschreibt die Wehrmacht in ihrer Funktion als Besatzungsarmee: Von Anfang an war sie im Ostkrieg autonom oder zusammen mit dem SS- und Polizeiapparat tätig bei der Verfolgung von Juden, "verdächtigen" Zivilisten und Kriegsgefangenen und damit Teil der nationalsozialistischen Gewaltpolitik. Sie unterschied sich in ihrer Gewalttätigkeit kaum von der der deutschen Zivilverwaltung.

ISBN: 978-3-596-18858-1


Cultural Studies und Nationalsozialismus Preis: 18.00 | Jetzt bestellen
Aspekte eines Geschichtsbildes
AutorIn: Matthias Marschik
Verlag: Turia + Kant

Schon ein kurzer Blick in ein Familienalbum macht deutlich: Die wissenschaftliche Aufarbeitung des Nationalsozialismus geht zunehmend an den Lebensrealitäten jener Jahre vorbei. Spätestens seit dem Historikerstreit wird das NS-Regime als das "Andere", das "Böse" schlechthin interpretiert, das "unverstehbar" sei, weil es jenseits der "Schranke des Verstehens" liege. Diese Enthistorisierung, das Herausheben aus dem Geschichtsablauf, hat praktische Ziele: Schuld und Verantwortung nicht länger thematisieren zu müssen und das Projekt der Moderne zu retten. Matthias Marschik plädiert in diesem Buch nachdrücklich dafür, den Verbrechen der NS-Zeit die Normalität des alltäglichen Lebens gegenüberzustellen und die Brüche gerade aus der zugrunde liegenden Kontinuität heraus zu begreifen. Nur wenn er Teil unserer Geschichte ist, so die These des Autors, kann der Nationalsozialismus für nachfolgende Generationen noch ein Thema bleiben, mit dem eine Auseinandersetzung möglich ist.

ISBN: 978-3-85132-576-8


MfG

Monika Lackner
Buchhandlung Studia
Innrain 52f
Bruno-Sander-Haus